„Petition: Wir wollen keine Massentierhaltung

Klein strukturierte Landwirtschaft in Österreich? Leider nicht! Wir, die Unterzeichnenden, wollen in einem Österreich leben, in dem Tiere wertgeschätzt und nicht gequält werden.

Daher fordern wir die sofortige Veränderung der Tierhaltungsbestimmungen, die Tieren Leid zufügen. Wir fordern ein Ende der Massentierhaltung, insbesondere:

  • Transparenz über die genaue Herkunft und Haltung der Tiere
  • keine Förderung für Massentierhaltung aus Steuergeldern
  • keinen Einsatz von prophylaktischen Antibiotika
  • Verbot von gentechnisch veränderten Futtermitteln

Rinder

  • Verbot der (auch nur zeitweiligen) Anbindehaltung ohne Ausnahme
  • Ende der Qualzuchten bei Milchkühen (unnatürlich hohe Milchleistung)
  • keine Trennung von Mutter und Kind nach der Geburt
  • mehr Platz
  • verpflichtender Weidegang für alle Rinder

Schweine

  • Verbot schmerzhafter Eingriffe, insbesondere das betäubungslose Kastrieren, Schwanzkupieren und Zähneschleifen
  • Erhöhung des Platzangebots
  • Verbot der Vollspaltenböden
  • organische, weiche Einstreu auf planbefestigter Liegefläche
  • Ausstattung mit ausreichend Beschäftigungsmaterial

 

Puten

  • kein Schnabelkupieren
  • kein Leben auf dem eigenen Kot
  • niedrigere Besatzdichten
  • erhöhte Sitzstangen
  • Auslauf ins Freie mit mehr frischer Luft in der Halle
  • keine Dauerbeleuchtung in der Nacht
  • keine Qualzucht auf Wachstum
  • Strohballen in der Halle als Beschäftigungsmaterial

Diese Petition richtet sich an die österreichische Bundesregierung, insbesondere die MinisterInnen für Landwirtschaft und Tierschutz.“

Quelle: https://vgt.at/actionalert/massentierhaltung2019/

 

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Im Zuge der VGT-Sommertour 2015 wird es am 04.08.2015 einen Infostand in Salzburg geben, zum Thema „Milch und Milchkälber“.

Datum: Dienstag, 04.08.2015

Uhrzeit: 11 bis 17 Uhr.

Ort: Alter Markt, 5020 Salzburg.

„Wie jedes Jahr fahren wir auch heuer wieder quer durch ganz Österreich und machen in jedem Bundesland einen Stopp um diesmal über Rinderhaltung zu informieren und gleichzeitig Unterschriften für unserer aktuelle Petition gegen die Anbindehaltung bei Rindern zu sammeln.

Als besonderes Highlight haben wir diesmal eine überdimensionale „Milchpackung“ mit dabei, die sogar begehbar ist! Im Inneren erwartet euch eine interaktive Ausstellung zum Thema Kühe & Milch. Hier könnt ihr alles erfahren was ihr schon immer über Kühe wissen wolltet!

Ausserdem erwartet euch ein Gewinnspiel-Quiz mit vielen tollen Preisen!

***Tour-Daten:***

Infostand und Milchpackung können jeweils von 11:00 -17:00 Uhr besucht werden.

– Dienstag, 4. August 2015
5020 Salzburg, Alter Markt

– Mittwoch, 5. August 2015 (Termin noch nicht bestätigt)
6020 Innsbruck, Maria-Theresien-Straße

– Donnerstag, 6. August 2015 (Termin noch nicht bestätigt)
6900 Bregenz, Seepromenade

– Montag, 10. August 2015
4020 Linz, Hauptplatz

– Dienstag, 11. August 2015
2700 Wiener Neustadt, Hauptplatz

– Mittwoch, 12. August 2015
7000 Eisenstadt, Colmerplatz

– Montag, 17. August 2015
8020 Graz, Hauptplatz

– Dienstag, 18. August 2015
9020 Klagenfurt, Alter Platz“

Weitere Infos und Petition unter: https://vgt.at/actionalert/rinder2015/petition.php

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(Bild: VGT)

Quelle: https://vgt.at/actionalert/rinder2015/tour.php

Link: https://vgt.at/

„Tier- und Wasserschutz stehen demnächst in der Verfassung. Ermöglicht hat dies ein entsprechender Beschluss des Nationalrats, der Donnerstagnachmittag gegen die Stimmen von Grünen und BZÖ gefasst wurde. Die beiden Oppositionsparteien glauben, dass sich durch die eher schlanke Ausformulierung der Verfassungsbestimmung vor allem für die Tiere nichts zum Positiven ändern werde.

Tatsächlich ist vor allem die Tierschutzpassage nicht gerade detailverliebt: „Die Republik Österreich bekennt sich zum Tierschutz“, steht da schlicht im Verfassungsgesetz, das von Koalition und Freiheitlichen ausgearbeitet worden war.

In Sachen Wasser wird festgeschrieben, dass sich die Republik zur Wasserversorgung als Teil der Daseinsvorsorge und zu ihrer Verantwortung für die Sicherung von deren Erbringung und Qualität bekennt. Ferner als Ziel in die Verfassung aufgenommen werden die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit hochqualitativen Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs „auch aus heimischer Produktion“ sowie ein Bekenntnis zur Grundlagen- und angewandten Forschung.

Vor allem die Tierschutz-Passage motivierte Grüne und BZÖ dazu, der Vorlage die Zustimmung zu verweigern. Natürlich sei das Bündnis für die Verankerung in der Verfassung, nur sei der Preis „viel zu hoch“, meinte Mandatar Wolfgang Spadiut. Der Antrag beruhige höchstens die Bevölkerung, schütze aber die Tiere nicht. Grünen-Umweltsprecherin Brunner warf der Koalition vor, nur vorzutäuschen, als ob sich etwas tut, dabei passiere nicht mehr, als im Tierschutzgesetz bereits drinnen stehe.

Die anderen Parteien konnten diese Kritik nicht nachvollziehen. Verwiesen wurde unter anderem auf die Erläuterungen zum Gesetzestext, wonach seit 2004 eine Entschließung vorliege, dass der Tierschutz in der Verfassung verankert werden solle, um „dem Gebot eines sittlich verantworteten Umgangs des Menschen mit dem Tier als fühlendes Wesen Rechnung zu tragen“.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3333783/tier-wasserschutz-verfassung.story

Warum ist es wichtig, Tierschutz in den (österr.) Verfassungsrang zu erheben?

„Auswirkungen einer Verfassungsbestimmung Tierschutz

Eine Reihe anderer Länder hat Tierschutz bereits in die Verfassung aufgenommen, wie z.B. Deutschland und die Schweiz. Tierschutz ist auch in der Landesverfassung von Salzburg verankert. Die Verfassung ist die Grundlage des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft. Sie legt die Wertebasis fest, auf die wir uns in der Gesellschaft geeinigt haben. Tierschutz ist schon längst ein Grundwert und muss daher endlich in der Verfassung verankert werden. Was als Wertekonsens in der Verfassung steht, muss von allen Verantwortlichen in der Gesellschaft beachtet werden und in alle Entscheidungen einfließen, wie z.B.
+ Entscheidungen von Gerichten, wie bestehende Gesetze interpretiert werden
+ Beschlussfassungen von neuen Gesetzen im Parlament
+ Vollzug von Gesetzen durch die Exekutive
+ Genehmigungen von Tierversuchen
+ Ausmaß der Förderung von Tierschutz durch die öffentliche Hand (z.B. Tierheime)

Grundsätzlich findet bei jeder gesellschaftspolitischen Entscheidung eine Abwägung zwischen Rechtsgütern statt, bei Tierschutzfragen kommt es dabei auf die Gewichtigkeit von Tierschutz als gesellschaftlichem Interesse an. Tierschutz in der Verfassung würde dieses Gewicht erhöhen und dadurch die Abwägung mit Rechtsgütern, die bereits in der Verfassung verankert sind, erst ermöglichen. Das kann u.a. folgende konkreten Themen betreffen:
+ Tierversuche
Hier muss das Grundrecht auf Freiheit der Wissenschaft, das in der Verfassung steht, mit dem Tierschutzinteresse abgewogen werden.
Singvogelfang
Alte Traditionen können nur aus schwerwiegenden Gründen eingeschränkt werden, erst wenn Tierschutz in der Verfassung steht könnte das ausreichen, um den Singvogelfang endlich zu verbieten.
+ Tierqual in der Kunst
Bei einer Reihe von Kunstprojekten ermöglicht die in der Verfassung garantierte Freiheit der Kunst Tierquälereien, wie z.B. Goldfische, die in einem Mixer zerstückelt wurden, ein angeketteter Hund, der neben dem Zuschauerstrom verhungern musste, oder das 6-Tage-Theater, in dessen Verlauf als Kunstakt lebende Stiere vor den Augen der ZuschauerInnen getötet wurden. Ohne Tierschutz in der Verfassung kann die Freiheit der Kunst nicht gegen Tierschutzbedenken abgewogen werden.
+ Meinungsfreiheit für Tierschutz
Die Proteste von TierschützerInnen z.B. gegen Pelz werden von den Behörden immer wieder mit der Begründung stark eingeschränkt, dass die verfassungsgeschützte Gewerbefreiheit wichtiger als der Tierschutz wäre. Mit Tierschutz in der Verfassung hätte sich auch das Gewerbe an Tierschutzprinzipien zu orientieren.

[…]

Quelle: http://www.vgt.at/actionalert/tierversuche/verfassung/index.php

Links

http://www.tierschutz-in-die-verfassung.at/

http://www.vgt.at/actionalert/tierversuche/verfassung/index.php


(Bildquelle)

Reportage über die Versuchstiere der Universität Salzburg:

„Die Versuchstiere sind in der zentralen Tierhaltung im Erdgeschoß der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg untergebracht. Bis auf die Aufenthaltsräume der Mitarbeiter ist die Anlage fensterlos. Es sind Inzuchtmäuse, die genetisch ident sind – weil sie dadurch immungeschwächt sind, werden sie schneller krank, der Bereich muss daher steril gehalten werden. Diese Immunschwäche ist wichtig für die biomedizinische Forschung, wenn es beispielsweise um die Rolle der Abwehrkräfte bei Krebserkrankungen geht. Gesunde Mäuse werden stückweise aus Zuchthäusern in Deutschland oder Frankreich bestellt, gentechnisch veränderte meist aus den USA importiert.

[…]

Hinter der zweiten Schleuse reihen sich Käfige aneinander, sie sind jeweils 100 Quadratzentimeter groß: das höchste Mindestmaß, das vom Tierhaltergesetz vorgeschrieben ist. Der Boden der Käfige ist mit Sägespänen bestreut, auf einer Anhöhe befinden sich steriles Futter und Wasser, damit sie sich nicht mit den Körperausscheidungen der Mäuse vermischen können. Gerade bemüht sich eine Albino-Maus, an die großen Futterstücke zu gelangen. Das ist absichtlich keine leichte Aufgabe, sondern eine Art Beschäftigungstherapie, die auch zu den Aufgaben der zentralen Tierhaltung gehört. Um die 20 Grad hat es hier, Morgen- und Abenddämmerung sowie Tag und Nacht werden mit den Lichtern simuliert.

[…]

Die Käfige, die vielmehr an durchsichtige Aufbewahrungsboxen erinnern, sind an ein Lüftungssystem angeschlossen, das eine sterile Sauerstoffversorgung garantiert. Das Scharren und Rascheln der Mäuse wird durch das leise Summen der Lüftungsanlage begleitet. Sie sind fünf bis sieben Zentimeter groß, weiß, braun oder auch dunkelbraun. Es sind gentechnisch veränderte Tiere, frisch aus den USA importiert. Jeweils ein Männchen und ein Weibchen, das denselben Gendefekt trägt. Da nämlich eine solche Maus um die 200 Euro kostet, wird hier gezüchtet. Nachwuchs gibt es viel – in einem Käfig etwa hat ein braunes Weibchen mit Papierschnitzeln ein Nest gebaut, in dem sieben kleine Fellknäuel zusammenliegen. Sobald der Nachwuchs groß genug ist, wird er von der Mutter getrennt, die Mutter wird im Labor auf ihre Gesundheit untersucht – und dabei getötet.

„Nur so können wir überprüfen, ob die importierte Maus – und dadurch auch ihr Nachwuchs – tatsächlich gesund ist, eine Grundvoraussetzung, damit die Forschung korrekte Ergebnisse liefert“, erklärt der Molekularbiologe. Der Nachwuchs bleibt am Leben, solange er in der Tierhaltung wohnt – Mäuse, die ins Labor übersiedeln, werden dort getötet und die Organe untersucht. Die „finale Termination“, also die Tötung der Maus durch einen Genickbruch, ist jener Moment, der den Erfolg oder Misserfolg in der Forschung einläutet. Genau das ist Thomas Putzgruber, Obmann des Tierschutzvereins „RespekTiere“ ein Dorn im Auge: „Letztlich überlebt kein einziges Versuchstier, sie sterben alle für die Wissenschaft“, kritisiert er.

[…]

Und wie geht es dem Leiter der Tierhaltung dabei, wenn er die Versuchmäuse betrachtet? Es ist kurz still, nachdenklich versucht der Wissenschaftler, seine Gefühle in Worte zu verpacken. Ein Dilemma sei es, das jeder Forscher mit sich selbst austrage. „Emotional hat man schon das Gefühl, dass man das Tier missbraucht, und es ist die Frage ob man es mit der Wissenschaft rechtfertigen kann. Wenn man Tierversuche macht, lebt man in einem Zustand von nichtauflösbarer emotionaler Dissonanz“, beschreibt er schließlich seine Empfindungen. „Am Anfang war es doch sehr schwierig, die Tiere zu töten und die Organe zu entnehmen“, sagt Immunologin Angelika Stöcklinger. Beinahe hätte sie die Arbeitsgruppe gewechselt. Gewöhnen müsse man sich auch daran, schief angeschaut zu werden, wenn sie erzählt, dass sie Mausversuche durchführt. „Gefragt wird dabei aber nicht, warum ich das mache“, sagt sie. Stöcklinger forscht derzeit an DNA-Impfstoffe. Tierversuche mit Ratten verweigere sie: „Die sind hoch intelligent, fürchten sich und schauen dich direkt an, Mäuse machen das nicht“, erzählt sie.

[…]

Einen Durchbruch bei der Erforschung von Alternativmethoden [zu Tierversuchen]  gab es vor einem knappen Jahr, als das Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen (zet) in Linz eine künstliche Haut hergestellt hat. Allerdings: „Es wird sicher noch dauern, bis wir völlig auf Tierversuche in der Forschung verzichten können, da können wir uns auch darüber unterhalten, ob wir eines Tages Beamen können“, sagt Hammerl. Das Experimentieren mit Zellkulturen sei zwar möglich, sie zeigen allerdings nur einzelne Reaktionen und klammern die Interaktion zwischen den Organen völlig aus. „Wenn zum Beispiel Impfstoffe getestet werden müssen, dann braucht man ein Modellorganismus wie die Maus“, erklärt Stöcklinger.

(Quelle)

Links

http://derstandard.at/1343744038936/Versuchstiere-fuer-die-Forschung

http://de.wikipedia.org/wiki/Tierversuch

Tierversuche Pro/Contra

http://www.peta.de/web/alternativen_fuer.530.html

http://respektiere.at/

http://www.vgt.at/projekte/tierversuche/fakten.php