Shannon Keith ist Amerikanerin, Aktivistin und die Regisseurin von Behind the Mask: The Story Of The People Who Risk Everything To Save Animals.

2010 hat sie das Beagle Freedom Project ins Leben gerufen, im Zuge dessen Laborhunde, die für Tierversuche nicht mehr benötigt werden, an Tierheime und Privatpersonen vermittelt werden.

Die Videos im Netz über diese Beagles, die nach einem Leben im Labor erstmals die Natur sehen, auf Gras laufen und sich frei bewegen können, sind im Umkehrschluss heftig. Eigentlich passiert hier unter den gegebenen Umständen das Bestmögliche: Die Tierversuchslabore melden sich selbstständig, die Hunde werden vermittelt, kommen frei, man kümmert sich um sie.

Aber natürlich steht hinter jedem Hund in diesen Videos die große anonyme Masse von Versuchstieren aller Art, die genau das nie erleben werden.

Die Zahl der Versuchstiere in Österreich schwankt jährlich. Das  Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung veröffentlicht regelmäßig die sogenannte Tierversuchsstatistik:

„Demnach wurden im Jahr 2012 an 184.610 lebenden Wirbeltieren und an 939 erneut verwendeten Tieren Experimente und Tests durchgeführt […]
Gegenüber dem Jahr 2011 stellt dies eine Verringerung um über 3 % dar.“

Quelle: http://www.tierversuchsgegner.at/index.php/statistik-tierversuche-194/terreich-tierversuche-196/1888-tierversuchsstatistik-2012-eine-analyse.html

Laut dieser Statistik wurden im Jahr 2012 in Österreich neben allen anderen Tieren 74 Hunde als Versuchstiere verwendet, wovon 33 „erneut verwendete Tiere“ waren.

Anzahl der verwendeten Tiere nach ihrer Art:

Nach wie vor sind die Mäuse mit einer Anzahl von 149.440 und 764 erneut verwendeten Tieren (in der Folge wird hierfür die Abkürzung „e.v.T.“ verwendet), das sind 80,9 % von der Gesamtzahl, traurige Spitzenreiter. Ihnen folgen mit Abstand die Kaninchen mit 15.480 Tieren, das sind 8,4 %. Die dritte Stelle nehmen abermals die Ratten mit 7.276 +9 e.v.T. ein, das sind 3,9 % des Gesamtverbrauches.

Weiters wurden folgende Tierarten in absteigender Reihenfolge verwendet: Fische (3.823), „Andere Vögel“ (3.096, +14 e.v.T.), Meerschweinchen (2.790), Schweine (1.137, +16 e.v.T.), Rinder (758, +16 e.v.T.), Hamster (266), Schafe (174, +28 e.v.T.), „Andere Nager“ (114), Amphibien (110), Hunde (74, +33 e.v.T.), Pferde/Esel/Kreuzungen (39, +33 e.v.T.), Katzen (33, +10 e.v.T.), Ziegen (16 e.v.T.).

Quelle: http://www.tierversuchsgegner.at/index.php/statistik-tierversuche-194/terreich-tierversuche-196/1888-tierversuchsstatistik-2012-eine-analyse.html

Warum Hunde, bzw. Beagles? Zitat Beagle Freedom Project:

„Beagles are the most popular breed for lab use because of their friendly, docile, trusting, forgiving, people-pleasing personalities. The research industry says they adapt well to living in a cage, and are inexpensive to feed. Research beagles are usually obtained directly from commercial breeders who specifically breed dogs to sell to scientific institutions.“

Quelle: http://www.beaglefreedomproject.org/about

Über das Prozedere des Beagle Freedom Projects:

Testing done on beagles in university and other research facilities includes medical/pharmaceutical, household products and cosmetics. When they are no longer wanted for research purposes, some labs attempt to find homes for adoptable, healthy beagles. Working directly with these labs, Beagle Freedom Project is able to remove and transport beagles to place them in loving homes. All rescues are done legally with the cooperation of the facility.

Quelle: http://www.beaglefreedomproject.org/about

Links

http://www.beaglefreedomproject.org/about

Youtube-Channel des Beagle Freedom Projects mit allen Befreiuungen

http://www.tierversuchsgegner.at

http://en.wikipedia.org/wiki/Shannon_Keith

Shannon Keith auf Facebook

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/infos/haeufige-fragen.html

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/infos/allgemein/248-warum-tierversuche-nicht-notwendig-sind.html

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+++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++

Heute, Donnerstag | 20.09.12 | 21:15 Uhr, Servus TV: Talk im Hangar-7
Thema: Kein Herz für Tiere – Dürfen wir töten, um zu leben?

Salzburg hilft Tieren samt Freund_innen war als Fachpublikum vor Ort. War eine sehr interessante Diskussion. Nicht verpassen!

„Mensch und Tier: Wir schlachten und schützen, lieben und quälen sie – auch zu Forschungszwecken. Aber dürfen wir töten, um besser zu leben?

Wir lieben sie – trotzdem lassen wir Tiere leiden, damit wir besser leben können. Die EU will dieses Leiden nun mit einem neuen Tierversuchsgesetz reduzieren, Österreich muss dieses Gesetz bis Mitte November 2012 erlassen. Ein Großteil der Bevölkerung ist gegen Tierversuche, aber gleichzeitig sind viele Menschen auf Medikamente angewiesen, für deren Entwicklung Tiere gelitten haben.

Laut einer aktuellen IFES-Studie sprechen sich rund 85 Prozent der Österreicher für ein Verbot von Tierversuchen aus, sofern sie keinen ausreichenden Nutzen für den Menschen bieten. Doch wo liegt diese Grenze? Dass Medikamente, die an Tieren getestet worden sind, Leben retten können, steht außer Frage. Sind sich die Versuchsgegner dessen bewusst? Wo wäre die Medizin heute, wenn es Tierversuche niemals gegeben hätte, und was würde ein solches Verbot für den medizinischen Fortschritt bedeuten? Wann haben wir das Recht, ein Tier für unseren Nutzen zu töten, und wann nicht? In Deutschland und der Schweiz hat der Tierschutz bereits Verfassungsrang, und auch in Österreich sprechen sich knapp drei Viertel der Befragten dafür aus.

Die Diskussion rund um Tierversuche ist also hoch philosophisch. Wer bestimmt das Recht der Tiere? Ist jeder, der ein Medikament einnimmt, für das ein Tier sterben musste, indirekt ein Mörder? Aus religiöser Sicht sind wir Menschen die Krone der Schöpfung – müssen wir diese Geschöpfe dann nicht schützen, anstatt sie zu töten? Wer bestimmt den Wert eines Lebewesens, und ist ein Schimpanse lebenswerter als eine Fruchtfliege? Fest steht, dass der Mensch das Tier zum Leben braucht – ob als Lieferant von Lebensmitteln, zum Schutz oder eben für die Forschung. Eine Abhängigkeit, die sehr einseitig erscheint, und daher viele moralische Fragen aufwirft.

Nicht nur der aktuelle Talk im Hangar-7 beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Mensch und Tier, sondern auch das renommierte Symposium Philosophicum Lech – einige seiner Teilnehmer sind bei Hans Martin Paar in der Sendung zu Gast.

Gäste:
Kurt Kotrschal – der Verhaltensbiologe und Experte für die Beziehung zwischen Mensch und Tier fordert: Tiere sollten ein tiergerechtes Leben führen dürfen.

Martin Balluch – der Tierethiker und Tierrechts-Aktivist ist überzeugt: Wir haben ethisch gesehen nicht das Recht, Tierversuche durchzuführen.

Karen Duve – die Bestseller-Autorin, die den Menschen zu den Tieren zählt, warnt: Wir halten uns für das interessanteste Tier, aber das ist zu kurz gedacht.

Weihbischof Andreas Laun – der Moraltheologe meint: Wir sind den Tieren überlegen, weil wir einen Geist, eine Seele und ein Bewusstsein haben.

Richard Greil – der weltweit anerkannte Krebsforscher stellt fest: Tiermodelle sind in der medizinischen Forschung von enormer Bedeutung.

Moderation: Hans Martin Paar

Buchtipps zur Sendung:

Kurt Kotrschal: „Wolf, Hund, Mensch – Die Geschichte einer Jahrtausende alten Beziehung“
Brandstätter Verlag, Wien 2012
ISBN 978-3-85033-675-8 – Preis: 22,50 Euro

Karen Duve: „Anständig Essen – Ein Selbstversuch“
Galiani Verlag, Berlin 2010
ISBN 978-3-86971-028-0 – Preis: 19,99 Euro

Hal Herzog: „Wir streicheln und wir essen sie – Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren“
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 978-3-446-42922-2 – Preis: 20,50 Euro“

(Quelle: http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Talk-im-Hangar-7-011259446334741)