„Tiere empfinden wie wir auch Freude, Liebe, Angst und Leiden, aber sie können das Wort nicht ergreifen. Es ist unsere Pflicht, als Stellvertreter zu wirken und denen, die sie ausnützen, niedermetzeln und foltern, zu widerstehen.“

Denis de Rougemont

 

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Bis auf weiters

Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muß sie halt benutzen,
Denn jeder denkt: »Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?«

Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst »Pfui Teufel!« sagt
Zum Schinken aus Westfalen.

– aus: „Schein und Sein“

wilhelm-busch

 

„Ich habe schon in den jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und der Tag wird kommen, an dem das Töten eines Tieres genauso als Verbrechen betrachtet wird wie das Töten eines Menschen.“

 

Da Vinci

„Viele Theoretiker der Gerechtigkeit gehen heute davon aus, dass es so etwas wie einen ‚Sinn‘ dafür gibt – wir verspüren intuitiv, wenn etwas diesem Sinn zuwiderläuft, und haben im Alltag ein Gerechtigkeitsempfinden. Das schwankt zwar häufig zwischen Rechthaberei und Sentimentalität, ist aber als Quelle für politische Willensbildung immer virulent. Dieser Sinn speist sich aus Erfahrungen und Beobachtungen von Verwundbarkeit, von beschädigter Integrität, und er geht übrigens über die Mitmenschen hinaus. Auch Tiere und die Natur im weiteren Sinne sind inzwischen Gegenstand von Gerechtigkeitsdebatten.“

Bert Rebhandl in seinem Essay „Verteilungsgerechtigkeit – eine Frage der Integrität“ im  Online-Standard vom 14.03.2015 –> http://derstandard.at/2000012894978/Verteilungsgerechtigkeit-eine-Frage-der-Integritaet

 

 

 

 

Ein historischer Kampf wie gegen die Sklaverei

[…]

Seit Jahrhunderten behandeln die Menschen in den Industrieländern Tiere als bloße Produktionseinheiten statt als empfindungsfähige Wesen mit moralischem Status, der uns auferlegt, ihren Interessen zu berücksichtigen. (In traditionelleren Gesellschaften waren die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren häufig enger, aber nicht immer günstiger für die Tiere.)

Der Kampf zur Befreiung der Tiere von der Unterdrückung ist vergleichbar mit dem Kampf zur Beendigung menschlicher Sklaverei. Allerdings ist die Versklavung der Tiere für Arbeitszwecke und zum Verzehr allgegenwärtiger und für unsere Lebensweise zentraler, als es die Versklavung von Menschen je war. Abgesehen von einigen vereinzelten und kurzlebigen Ausnahmen– etwa in Indien unter Kaiser Ashoka und in Japan unter der Herrschaft des Shoguns Tokugawa Tsunayoshi – sind Gesetze zum Schutz der Tiere vor menschlicher Grausamkeit weniger als 200 Jahre alt.

Es wird daher zwangsläufig ein langer Kampf. Doch obwohl die bisherigen Erfolge neben dem Unrecht, das die Menschen den Tieren noch immer antun, verblassen, können wir Hoffnung aus der Tatsache schöpfen, dass […] sich das Tempo des Wandels spürbar beschleunigt.“

 

Gesamter Artikel unter: http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article113544997/Ein-historischer-Kampf-wie-gegen-die-Sklaverei.html