Wann: Mo. 31. März 2014, 18.30 Uhr
Wo: Das Kino, Giselakai 11, 5020 Salzburg

Karten reservieren unter: 0662-873100-15

 
278A Sbg
 
 
 

„Als C. am 21. Mai 2008 aus dem Schlaf gerissen wurde, musste er feststellen, dass er Teil einer kriminellen Organisation zu sein schien.“

Was an jenem Maimorgen mit einem gewaltigen Polizeieinsatz quer durch Österreich begann, wuchs in den darauffolgenden Jahren zu einer kafkaesken Justizgroteske heran. Im sogenannten Tierschützerprozess stand nicht nur die Unschuld von 13 TierrechtsaktivistInnen,  die eine Anti-Pelzkampagne bei Kleiderbauer gestartet hatten, am Prüfstand,  sondern die Legitimität der gesamten hiesigen NGO-Szene. Schließlich drohte diese mittels Paragraf 278ff – Mafiaparagraf – unter Generalverdacht zu geraten.

Die Dokumentation „WIR SIND ALLE §278A“ begleitet die TierrechtsaktivistInnen
Christof, Jan, Kevin, Leo und Sabine durch die Zeit von ihrer Verhaftung bis zum Prozess.

Er zeichnet ein Portrait von fünf politisch aktiven Menschen,
die sich den Einschüchterungsversuchen eines repressiven Staates entgegenstellen.

Dabei geht es um nicht weniger als ein Kräftemessen zwischen Geschäftsinteressen
und dem Recht auf Meinungsfreiheit.

 
Trailer
 

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„Ich glaube, es liegt auf der Hand, dass es die Firmen sind, die was zu vertuschen haben,
und nicht wir.“

Jan, Basisgruppe Tierrechte

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„Das sind insgesamt politisch sehr wache und aktive Menschen
und das war ja wahrscheinlich auch der Grund, warum man sie so brutal behandelt hat.“

Madeleine Petrovic, Die Grünen

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„Wir versuchen die Welt zu verändern. So wie es jetzt ist,
kann es nicht sein und muss es nicht bleiben.“

Kevin, Basisgruppe Tierrechte

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Dieser Film macht Mut. Denn die bemerkenswerte Erkenntnis ist,
dass eine kleine politische Bewegung einem scheinbar übermächtigen Überwachungs- und Repressionsapparat überraschend viel entgegenzusetzen hat:

„Unsere Solidarität ist stärker als eure Repression!“
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Credits

Drehbuch: Rossana Gutmann, Gerd Pardeller, Veronika Weis
Regie & Schnitt: Veronika Weis
Kamera: Sabine Bruckner, Rossana Gutmann, Gerd Pardeller, Veronika Weis, Zap
Ton: Rossana Gutmann, Gerd Pardeller
Illustration: Ruby Diemberger
Animation: Rita Bürgler, Rainer Roßgoderer

Kontakt:
mail: paragraf_278@riseup.net
facebook: WIR SIND ALLE §278A

 

Kuhrettung Rhein-Berg

Februar 21, 2014

Coolstes Video ever: Diese vor dem Schlachthof geretteten Kühe springen vor Freude, weil sie nach der Wintersaison wieder auf die Weide können.

Ermöglicht und initiiert wurde das Ganze vom Verein Kuhrettung Rhein-Berg:

Wer sind wir und was machen wir?

Wir sind eine Gruppe von Leuten, die im Bergischen Land (in der Nähe von Köln) im Juli diesen Jahres (2012) den Verein „Kuhrettung Rhein-Berg – Lebenshof für Tiere -“ gegründet haben.

Hintergrund war, dass ein familiärer Milchwirtschaftsbetrieb im Juli aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben wurde. Der noch verbliebenen Herde, bestehend aus elf Milchkühen und 14 Färsen, drohte somit zeitnah die Schlachtung. Lediglich ein Ochse konnte frühzeitig gerettet werden und wäre somit alleine zurück geblieben. Um dies zu verhindern, gründeten wir gemeinsam mit dem von der Projektidee überzeugten Landwirt einen Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, einen Schutzhof für die Tiere zu betreiben, auf dem sie unter tierschutzgerechten Bedingungen nach Möglichkeit bis zu ihrem natürlichen Lebensende in ihrer vertrauten Umgebung weiterleben können.

[…]

Unsere Kühe sind ehemalige Milchkühe, die im Sommer 2011 nicht mehr gedeckt wurden und daher mittlerweile keine Milch mehr geben. Als Färse bezeichnet man ein weibliches Rind, welches in seinem Leben (noch) kein Kälbchen zur Welt gebracht hat. Jetzt und in Zukunft führen sie natürlich kein Leben als Nutztier mehr!“

Quelle: http://www.kuhrettung.de/

 

 

Die türkisch-deutsche Tierethikerin Hilal Sezgin, Autorin von „Artgerecht ist nur die Freiheit. Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen. C.H. Beck, München 2014″ im Standard-Interview:

Tierrechtlerin: „Vegetarismus geht nicht weit genug“

Hilal Sezgin plädiert dafür, Tiere weder zu essen noch zu nutzen – auch nicht für medizinische Zwecke

Der Umgang der Menschen mit Tieren ist moralisch nicht zu rechtfertigen. Zu diesem Schluss kommt die Autorin und Tierrechtlerin Hilal Sezgin in ihrem Buch „Artgerecht ist nur die Freiheit“. Sie bezieht sich dabei auf theoretische Überlegungen der Tierethik und verknüpft diese mit ihren eigenen Erfahrungen als Besitzerin eines Gnadenhofs mit Schafen und Hühnern. Sezgin fordert ein radikales Umdenken der Gesellschaft: Kein Tier soll mehr eingesperrt, gequält oder getötet werden. Im Interview mit derStandard.at sagt Sezgin, wieso es für Tiere wenig Unterschied macht, ob man vegetarisch lebt oder Fleisch isst.

derStandard.at: Sie waren seit dem Teenageralter Vegetarierin und wurden vor ein paar Jahren Veganerin. Wie schwer ist Ihnen die Umstellung gefallen?

Sezgin: Ich habe davor schon zwei- oder dreimal versucht, vegan zu werden, aber immer schnell aufgegeben. Als ich es dann vor ein paar Jahren wieder versucht habe, war das nicht so schwer, weil die Produktpalette in der Zwischenzeit sehr breit ist. Nur Schokolade war länger ein Problem, aber auch da bin ich fündig geworden.

derStandard.at: Tierisches ist in vermeintlich Vegetarischem oder Veganem oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Wie schwierig ist der Kauf von Lebensmitteln für Vegetarier und Veganer?

Sezgin: Beim Herstellungsprozess oder als Aroma werden oft tierische Produkte verwendet. Zum Beispiel bei Fruchtsäften oder Essig. Man muss sich überlegen, wie genau man das nehmen will. Eine tierleidfreie Ernährung ist in dieser Gesellschaft nicht möglich. Man darf sich nicht vorlügen, dass man es ganz richtig machen kann. Dabei geht es nicht nur ums Essen. Auch Industriefette werden teilweise von toten Tieren gewonnen und unsere Medikamente an Tieren getestet.

derStandard.at: Aber gerade das Thema Essen ist enorm emotional besetzt und die Fronten verhärtet. Warum ist das so?

Sezgin: Zum einen ist es der Bereich, bei dem die meisten Tiere „verbraucht“ werden. In Deutschland werden jährlich 800 Millionen Tiere geschlachtet. Dann ist Essen etwas sehr Intimes, bei dem es direkt ans Eingemachte geht, mehr als beispielsweise bei Kleidung.

Dass es so vehemente Diskussionen gibt, liegt auch daran, dass die Medien lange das Thema, wie wir mit Tieren umgehen, ignoriert haben. Traditionell widmen sich unsere Nachrichten dem Menschlichen. Jetzt entlädt sich etwas, das lange gefehlt hat.

[…]

Quelle und vollständiges Interview: http://derstandard.at/1389860659874/Tierrechtlerin-Vegetarismus-geht-nicht-weit-genug

Aktuell läuft ein Online-Protest von VIER PFOTEN gegen Echtpelzverkauf bei Burberry.

Presseaussendung von VIER PFOTEN:

„Mogelpackung: Qualitätspelz bei Burberry

Tierquälerei statt hoher Tierschutzstandards beim finnischen Hauptlieferanten

Aktuelles Bildmaterial (Winter 2013) belegt tierquälerische Zustände in skandinavischen Pelztierfarmen. Es handelt sich dabei um Fuchsfarmen, die das finnische Pelz-Auktionshaus Saga Furs beliefern. Modeunternehmen wie Burberry brüsten sich damit, Pelze nur von Saga-zertifizierten Farmen zu beziehen, die angeblich höchsten Tierschutzstandards unterliegen sollen.

Die Aufnahmen aus finnischen Fuchsfarmen beweisen das Gegenteil: Die Tiere kauern auf weniger als einem Quadratmeter Drahtgitterkäfig. Viele Polarfüchse sind extrem verfettet und können sich kaum bewegen, etliche haben entzündete Augen. Manchen Tieren fehlt der Schwanz, was auf Kannibalismus hindeutet. Unter den Käfigreihen, in denen die geruchsempfindlichen Tiere vegetieren, türmen sich Berge stinkender Exkremente.

VIER PFOTEN fordert Burberry auf, den Verkauf von Echtpelz sofort zu beenden. In Deutschland betreibt Burberry Filialen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München.“

[…]“

Quelle: http://www.vier-pfoten.de/news-press/news/mogelpackung-qualitaetspelz-bei-burberry/

Online-Petition –> https://help.four-paws.org/de-AT/burberry-t%C3%B6tet-pelztiere-f%C3%BCr-mode

Schöne Reihe der konsumkritischen Zeitschrift UTOPIA, auch für tierrechts- und tierschutzaffine Menschen relevant: Kauf keinen Scheiß! 13 katastrophale Produkte und gute Alternativen –> http://www.utopia.de/galerie/katastrophale-produkte-und-gute-alternativen