Bis dato ist und war es in Salzburg ganzjährig verboten, Schneehasen Schnee- und Haselhühner zu jagen.

Das soll mit einer Novellierung des Salzburger Jagdgesetztes geändert werden, Naturschützer_innen und Tierschützer_innen protestierten –> http://www.thepetitionsite.com/320/933/643/nein-zur-jagd-auf-schneehase-schneehahn-und-haselhahn-nein-zu-krhenfallen/

Jetzt wird  Protest gegen den Protest laut:

„Josef Eder, Schotterunternehmer und Salzburger Landesjägermeister, gibt sich nicht so leicht geschlagen. Nach den heftigen Protesten der Landesumweltanwaltschaft und einem klaren Nein der für Naturschutz ressortzuständigen Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Rössler (Grüne) hat Jagdlandesrat Josef Schwaiger (ÖVP) den Entwurf für ein neues Salzburger Jagdgesetz zwar vorläufig zurückgezogen, „aber im Jänner wird weitergeredet“, sagt Jägerchef Eder im STANDARD-Gespräch.

Der Protest der Naturschützer entzündete sich vor allem an der im Gesetzesentwurf vorgesehenen Freigabe der Bejagung von Schneehase, Schneehahn und Haselhahn. Alle drei Tierarten sind in Salzburg derzeit ganzjährig geschont. Die Jagd auf Schneehase, Schneehahn und auf den mit Auer- und Birkhuhn verwandten Haselhahn sei eine reine Trophäenjagd, für die es aus ökologischer Sicht keine Rechtfertigung gebe, sagt Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener. „Die Bestände nehmen nicht überhand, und es besteht auch kein Regulierungsbedarf.“

Ähnlich auch Naturschutzreferentin Rössler: Sie sehe keinen Bedarf für eine Bestandsregulierung, und es gebe auch keinerlei Schäden durch die Tiere.

Landesjägermeister Eder argumentiert hingegen, dass mit einer geringfügigen Bejagung den Tierarten „etwas Gutes“ getan werde. Der Haselhahn beispielsweise benötige Erlenstauden als Lebensraum. Wenn er bejagt werden dürfte, würden sich die Jäger auch wieder für den Erhalt dieser Staudenwälder einsetzen.

Außerdem sei Salzburg derzeit das einzige Bundesland, in welchem Schneehase, Schnee-und Haselhahn ganzjährig geschont seien, beschwert sich Eder.“

Quelle: http://derstandard.at/1385172161655/Proteste-gegen-Fallen–und-Trophaeenjagd

Links

http://www.thepetitionsite.com/320/933/643/nein-zur-jagd-auf-schneehase-schneehahn-und-haselhahn-nein-zu-krhenfallen/

http://salzburg.orf.at/news/stories/2621483/

http://derstandard.at/1385172161655/Proteste-gegen-Fallen–und-Trophaeenjagd

Salzburger Jagdgesetz

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Veganer, die Klimaretter

Veganer essen oft Soja-Produkte. Schaden sie damit dem Klima und der Umwelt? Studien zeigen: Ihr Einfluss ist gering.

von Marlies Uken

[…]  Wer als Veganer hin und wieder Soja ist, schadet dem Klima immer noch weit weniger als ein Fleischesser. Das zeigt nicht zuletzt ein einfacher Vergleich. Aus einem Kilo Sojabohnen lassen sich rund zwei Kilogramm Tofu herstellen. Setzt man die gleiche Menge Soja als Kraftfutter in der Schweinemast ein, sind die produzierten Mengen mickrig: gerade einmal 300 Gramm Schweinefleisch sind möglich. Das Schwein verbraucht eben auch selbst Energie. Und natürlich ernährt es sich nicht komplett nur von Soja.

Hinzu kommt: Auch wenn der deutsche Verbraucher es nicht will – am Ende werden Milchkühe und Rinder auch mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert. Denn bisher gibt es zwar eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die mehr als 0,1 Prozent gentechnisch veränderte Organismen enthalten. Diese Regel gilt aber nicht für Produkte von Tieren, die Gen-Futter gefressen haben. Fleisch, Milch und Eier müssen nicht ausgezeichnet werden.

[…]

Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/soja-bilanz

Hier gibt es ein interessantes Interview im Online-Standard mit Antoine F. Goetschl, dem ehemaligen Rechtsanwalt für Tierschutz in Strafsachen des Kantons Zürich und Stiftungsrat-Vizepräsidenten der Stiftung für das Tier im Recht.

„Skandaltierschutz entspricht mir nicht“

Jurist Antoine F. Goetschel konnte die Tierwürde in der Schweizer Verfassung verankern – Emotionale Kampagnen sind nichts für ihn

Von marktschreierischen Parolen im Bereich Tierschutz hält Antoine F. Goetschel nichts. „Man muss sowohl mit dem Problem, als auch mit der Lösung kommen“, sagt er im Gespräch mit derStandard.at. Eigentlich ist er als Anwalt in seiner Kanzlei in Zürich tätig und betreut vor allem Fälle aus dem Gebiet des Erb-, Vereins-, Stiftungs- und Vertragsrechts. Doch seit 1985 widmet er sich nebenbei intensiv dem Tier in Recht und Ethik. Statt mit Bildern, will der Jurist mit Zahlen und Fakten wachrütteln. Statt auf emotionalisierte Kampagnen setzt er auf sachliche Diskussion.

In den 80er-Jahren hat er die „Stiftung für das Tier im Recht“ mitbegründet und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Schweiz – als erstes Land – die Würde des Tieres im Jahr 1992 in der Verfassung verankert hat. Darauf wurden die Tiere vom Sachstatus gelöst. Auch für die Einführung des weltweit einzigartigen Amts des Rechtsanwalts für Tierschutz in Strafsachen im Kanton Zürich hat er sich erfolgreich eingesetzt. Diesen Posten übte er als insgesamt dritter Amtsträger schließlich auch drei Jahre selbst aus.

derStandard.at: In Ihrem aktuellen Buch „Tiere klagen an“ fällt die für ein Tierrechtsbuch sachliche Darstellung auf. Die erste Kapitelüberschrift lautet „Liebe oder Recht: Womit erreicht man mehr?“. Liegt das an Ihrem juristischen Background, oder glauben Sie, dass durch eine nüchterne Diskussionsbasis mehr erreicht werden kann, als durch Schockbilder und Emotionalisierung?

Goetschel: Für mich persönlich reicht es, bestimmte Umstände zu beschreiben, ohne emotionale Erhöhung. Kommt die Identifikation mit dem Opfer zu stark dazu, bekommt man zwar in den eigenen Kreisen Zustimmung. Aber wenn es darum geht, etwas in rechtlicher Hinsicht zu bewirken und an den Grundstrukturen zu verändern, braucht man eine Mehrheit in der Regierung, im Parlament, in der Ortschaft.

Da nützt einerseits ein Aufzeigen von Missständen und andererseits aber auch eine gewisse Toleranz bei Umständen, die einem zwar nicht passen, aber noch rechtens sind. Skandaltierschutz, der sich wie Tarzan, statt von Liane zu Liane, gleichsam von Skandal zu Skandal hangelt, liegt mir selbst nicht. Man kann keine Verfassung nur mit marktschreierischen Parolen ändern. Man muss sowohl mit dem Problem, als auch mit der Lösung kommen.

[…]

Zur Person

Antoine F. Goetschel ist ein Schweizer Rechtsanwalt. Er ist ehemaliger Rechtsanwalt für Tierschutz in Strafsachen des Kantons Zürich. Er war Geschäftsleiter und Stiftungsrat-Vizepräsident der von ihm 1994 gegründeten Stiftung für das Tier im Recht. Er setzte sich erfolgreich für die Lösung der Tiere vom Sachstatus im Schweizer Recht, die Ergänzung der Würde der Tiere in der Schweizer Bundesverfassung und das Verbot von sexuellen Handlungen mit Tieren ein. Er hat zwölf Bücher und mehr als 50 Aufsätze zu dem Thema Tier in Recht und Ethik verfasst. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter an der Universität Zürich.

Stiftung für das Tier im Recht

Quelle: http://derstandard.at/1385170539159/Skandaltierschutz-entspricht-mir-nicht

Links

http://www.tierimrecht.org/index.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_F._Goetschel

„In den letzten 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischkonsum verfünffacht. Während man in Europa schon immer viel Fleisch gegessen hat, wächst die Lust darauf nun auch in Ländern wie China und Indien. Doch der Hunger nach Fleisch hat verheerende Konsequenzen. In China nehmen gesundheitliche Probleme der Bevölkerung durch die veränderte Ernährung stetig zu, in Paraguay führt der Futterexport nach Europa zu extremer Armut, in Frankreich und Deutschland ist das Grundwasser durch die extensive Landwirtschaft gefährdet und weltweit leidet das Klima. Viele Masttiere gleichen mittlerweile Futterverwertungsmaschinen und verbringen ihr kurzes Leben zusammengepfercht in dreckigen Ställen.

Die Industrie hingegen wirbt mit Heilsversprechen für ihre Produkte – Fleisch sei gesund und für eine ausgewogene Ernährung notwendig. Dabei belegen Studien, dass der Konsum von zu viel rotem Fleisch nicht nur krank macht, sondern das Leben sogar verkürzen kann. Auch weißes Fleisch ist problematisch, denn Hühner und Puten werden erschreckend häufig mit Antibiotika behandelt. Moderne Mastbetriebe haben sich zu Hightech-Firmen entwickelt, in denen die Tiere lediglich Produkte sind. Dass es sich um Lebewesen handelt, wird gerne vergessen.

Jährlich produziert Europa rund 40 Millionen Tonnen Fleisch, das Futter für die Tiere kommt oft aus Südamerika, zum Beispiel aus Paraguay. Einige wenige Unternehmer verdienen dort an dem Export sehr gut, die Mehrheit der Bevölkerung leidet darunter. Denn die Sojapflanzen werden mit extrem giftigen Pflanzenschutzmitteln besprüht. Eine wissenschaftliche Studie der Universitätsklinik von Asunción belegt, dass in Dörfern in der Nähe von Sojafeldern auffällig oft Kinder mit Missbildungen geboren werden.

Aber nicht nur der Import nach Europa, auch der Export führt zu Hunger und Elend. Fleisch wird in Europa so günstig hergestellt, dass es für viele Afrikaner billiger ist, europäische Produkte zu kaufen als selber zu produzieren. Eine Folge ist die Zerstörung der einheimischen Märkte, denn die Bauern sind der industriellen und staatlich subventionierten Konkurrenz aus Europa schutzlos ausgeliefert, wie Berichte aus Ghana und Benin beweisen.“

(Deutschland, 2012, 62mn)
NDR

Erstausstrahlungstermin: Di, 27. Mrz 2012,

Quelle: http://www.arte.tv/guide/de/044204-000/nie-wieder-fleisch

+++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++

Diesen Freitag findet wieder der Vegane Stammtisch im Heart of Joy statt!

Datum: 06.12.

Zeit: Ab 19.00

Ort: Heart of Joy, Franz-Josef-Str. 3, 5020 Salzburg

Standort

 

Offen für jede_n zum Kennenlernen, Plaudern und Info-Austausch.

Wir freuen uns auf euch!

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