Kommende Tierrechtstermine

November 25, 2013

Samstag, 30.11. und Sonntag 01.12.
RespekTiere-Stand am Christkindlmarkt
Ort: Salzburg, Alter Markt,
Zeit: jeweils 11:00-20:00.

Unbedingt kommen und den besten Punsch in ganz Salzburg trinken! Lebkuchen und allerhand kleine Geschenke gibts auch. Wegen der schrecklichen Zustände in Rumänien wird der Umsatz dringend gebraucht!
www.respektiere.at

 

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Montag, 02.12.
Vortrag von Dr.Hans Eder, Direktor Verein INTERSOL zum Thema Gentechnik in Bolivien
Ort: Zallis, Mitterfelden
Zeit: 19.00
Für 15 Euro gibt es dazu ein dreigängiges Vollwertmenü – bitte rechtzeitig anmelden, da nur begrenztes Sitzplatzangebot.
www.zallis.de
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Freitag 6.12. bis Sonntag, 8.12.
INTERSOL-Stand am Christkindlmarkt
Ort: 5020 Salzburg, Alter Markt
Zeit: 09:00-21:00

Stand am Christkindlmarkt mit VEGANEM CHILI. Dazu gibts Glühwein und Punsch und die Weihnachtseinkäufe kann man nebenbei auch noch erledigen. Selbstverständlich alles fair gehandelt. Das vegane Chili sollte man sich keinesfalls entgehen lassen!

https://www.facebook.com/events/549524341792119/

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Das Tierparadies Schabenreith braucht dringend Spenden.

„Tierparadies Schabenreith in OÖ steht vor dem Aus

350 tierische Schützlinge haben im Tierparadies Schabenreith in Oberösterreich ihr Paradies gefunden, doch das Asyl steht kurz vor den finanziellen Ruin. Sponsoren sind weggefallen, die Situation hat sich dramatisch zugespitzt. „Wir sind dringend auf die Hilfe von Tierfreunden angewiesen“, so Mitarbeiterin Anita Hauser verzweifelt.

Das Tierparadies Schabenreith ist nicht nur ein Zufluchtsort für heimatlose Haustiere wie Katzen und Hunde, sondern auch für sogenannte Nutztiere wie Schweine, Hühner und Schafe. Verletzte Wildtiere werden am Hof wieder gesund gepflegt – darunter Füchse, Igel und Krähen. Doch die Arbeit des engagierten Teams rund um das Ehepaar Doris Hofner- Foltin und Harald Hofner ist in großer Gefahr!

Das Tierparadies Schabenreith ist nicht nur ein Zufluchtsort für heimatlose Haustiere wie Katzen und Hunde, sondern auch für sogenannte Nutztiere wie Schweine, Hühner und Schafe. Verletzte Wildtiere werden am Hof wieder gesund gepflegt – darunter Füchse, Igel und Krähen. Doch die Arbeit des engagierten Teams rund um das Ehepaar Doris Hofner- Foltin und Harald Hofner ist in großer Gefahr!

Hof steckt in finanzieller Notlage

„Das Tierparadies steht kurz vor dem finanziellen Ruin“, alarmiert Mitarbeiterin Anita Hauser. Zwei der größten Sponsoren mussten die Kooperation beenden, dadurch können nun weder die laufenden Kosten für Futter, Tierarzt und Unterkünfte bedient noch dringend notwendige und bereits umgesetzte Baumaßnahmen bezahlt werden. Dabei gilt das Tierparadies als Vorzeigeprojekt für aktiven Tierschutz und wurde 2012 sogar für den Bundestierschutzpreis nominiert. Die „Krone Tierecke“ unterstützte das Projekt bereits mit mehr als 19.000 Euro.

Hilfe tierlieber Leser erbeten

„Wir sind nun dringend auf Hilfe angewiesen, um den misshandelten Tieren weiterhin eine schöne Zukunft bieten zu können“, so Hauser verzweifelt. „Könnten alle unsere Schützlinge von ihrer Zeit im Tierparadies Schabenreith erzählen, ich glaube, niemand würde auch nur eine Sekunde zögern, diesen magischen Ort mit einer kleinen Spende zu unterstützen.“

Nähere Informationen zum Tierparadies Schabenreith finden Sie HIER . Sie möchten helfen? Das Team ist dankbar für jede noch so kleine Spende! BAWAG, BLZ 14000, Konto 46710409714.“

Quelle: http://www.krone.at/Tierecke/Tierparadies_Schabenreith_in_OOe_steht_vor_dem_Aus-Ein_Hilferuf-Story-383669

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Schabenreith:

„IHRE SPENDE AN DAS TIERPARADIES SCHABENREITH IST STEUERLICH ABSETZBAR!

Das TierparadiesSchabenreith wurde mit Stichtag 23.07.2013 auf die Liste der begünstigten Spendenempfänger des Bundesministeriums für Finanzen aufgenommen.

Wir haben den entsprechenden Bescheid ausgestellt bekommen und freuen uns also, dass Geldspenden an das Tierparadies Schabenreith von PRIVATEN bei der Arbeitnehmerveranlagung als Sonderausgaben absetzbar sind. Für UNTERNEHMEN gilt, dass sowohl Geld- als auch Sachspenden aus dem Betriebsvermögen als Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig sind.


Spendenkonto BAWAG:

BLZ: 14000, KONTO: 46710409714

BIC: BAWAATWW, IBAN: AT22 1400 0467 1040 9714

Tierparadies Schabenreith e.V., 4562 Steinbach am Ziehberg 23

Mit der Übernahme einer Patenschaft (Sie können sich unter dem Menüpunkt Bewohner ein Tier aussuchen) oder einer Spende tragen Sie dazu bei, dass vielen Tieren geholfen werden kann. Je mehr Paten wir gewinnen können, umso sicherer sind unsere Schützlinge und umso mehr können wir für die Tiere tun.

Bei uns kommt Ihr Geld direkt den Tieren zugute – ohne Verwaltungsaufwand.

Schenken Sie eine Tierpatenschaft, investieren Sie in das Glück der Tiere. Es wird Ihnen mit Sicherheit Freude machen, Ihr Patentier bei uns zu besuchen und zu sehen, wie sinnvoll Ihr Beitrag ist. Selbstverständlich können Sie Ihren Patenschaftsbetrag frei wählen. Die Größe oder Art des Tieres spielen dabei keine Rolle. Aufgrund diverser Bankspesen macht aber nur ein monatlicher Mindestbeitrag von 5 Euro Sinn.

Mit der Übernahme einer Patenschaft sind Sie auch förderndes Mitglied beim gemeinnützigen Verein Tierparadies Schabenreith. Sie erhalten regelmäßig Post vom Tierparadies und können Ihr Patentier besuchen. Damit wir auch Zeit für Sie haben, bitten wir um telefonische Voranmeldung bei Herrn Harald Hofner unter 0699 / 100 800 26.

In unserem Onlineshop können Sie bequem online eine Patenschaft übernehmen und spenden.

„Helfen kostet nichts“ ist das Motto des Portals ShopPlusPlus via dessen Einkäufe getätigt und Reisen gebucht werden können. Wählen Sie aus über 3.000 Shops, von denen Sie in dem einen oder anderen vielleicht ohnehin einkaufen oder einen Flug buchen und unterstützen Sie das Tierparadies auf diese Art und Weise – ganz ohne Mehrkosten!

Oder kontaktieren Sie uns. Wir schicken Ihnen die entsprechenden Unterlagen gerne zu.

E-Mail: kraehenpost@tierparadies.at | office@tierparadies.at

Telefon: Doris Hofner-Foltin +43 (0)699 / 12 73 41 14

oder Ing. Harald Hofner +43 (0)699 / 100 800 26

oder Anita Krähe Hauser +43 (0) 664 40 24 216

Vielen Dank für Ihre Hilfe!“

Quelle: https://d6172.ispservices.at/helfen

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Thomas Putzgruber, der Obmann des Salzburger Tierrechtsvereins RespekTiere (www.respektiere.at) hat sich die Zeit genommen, für die Leser_innen von Salzburg hilft Tieren einige Fragen zu seinem Verständnis von Tierschutz/Tierrechten, dem Verein Respektiere und zu seiner Person zu beantworten.

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(Foto: Respektiere)

 

Lieber Tom, seit wann bist du vegetarisch/vegan?

Tom:  Ich feiere nächstes Jahr mein 25-jähriges Jubiläum in Bezug auf eine fleischlose Ernährung, und vegan bin ich seit der Jahrtausendwende.

 

Hattest du bereits von Kindheit an ein empathisches Nahverhältnis zu Tieren?

Tom:  Das kann man so sagen! Ich erinnere mich noch zurück, als meine Eltern unser Wohnhaus gebaut haben – ich war damals 6 – und ich hatte versprochen dort nie einzuziehen, weil ich bei den Bauarbeiten sah wie ein Regenwurm von einem Spaten bei Umgrabearbeiten in der Mitte geteilt worden war.

Auch mein erstes Hautnah-Erlebnis mit der Polizei passierte aus solchem Grunde sehr, sehr früh – im selben Jahr hatten wir auf unserem Schulweg (wir mussten damals noch einige Kilometer jeden Tag zu Fuß zur Schule – und natürlich auch wieder heim – weil es noch keinen Schulbus gab) eine Baustelle zu queren, wo wir eine steifgefrorene Katze entdeckten, welche aus irgendeinem Grunde an einem Ast aufgespießt  worden war. Aus „Rache für den Tiermord“ starteten mein Bruder, ein Cousin und ich einen Feldzug, indem wir über mehrere Tage hinweg mit Steinen verschiedenste Straßenlaternen im Ort einschossen und schließlich, sozusagen als Draufgabe, auch noch einen kleinen Holzanhänger voll beladen mit Stroh in den Kleinen Kamp (einen Nebenfluss des Kampes in Niederösterreich, Anm.) stießen, um damit ein altes Mühlrad zu blockieren. Natürlich dauerte es nicht lange, in Fakt zwei oder drei Tage, bis jemand unsere Schandtaten beobachtete; ich erinnere mich wie wenn es heute gewesen wäre, als die Schulstunde von einer Durchsage des Direktors unterbrochen wurde, der uns Drei in sein Büro beorderte; dort wartete bereits die Polizei auf uns. Meine Eltern musste damals 300 Schilling Strafe für jeden von uns zahlen, also 600 Schilling – rund 45 Euro. Für 1976 war das eine ganz ansehnliche Summe, und dementsprechend wütend war die Reaktion der Beiden dann auch.

 

Was war der Auslöser um auf Fleischkonsum zu verzichten und die omnivore Ernährung kritisch zu hinterfragen? Lässt sich das an konkreten Zeitpunkten und/oder Ereignissen/Erlebnissen festmachen?

Tom:  Der Schritt zum Veganismus reifte lange Jahre in mir, aber leider doch erst relativ spät – in meinem 21. Lebensjahr – kam er zum Durchbruch; die Zeiten waren damals anders als heute, und VegatarierIn zu sein war ein eher seltenes Phänomen. Ausschlaggebend war meine Freundschaft mit einem Aktivisten, den ich bis zum heutigen Tag sehr schätze, obwohl er selbst längst wieder – er war damals sogar für kurze Zeit vegan, seiner Zeit weit voraus (wo die Gesellschaft im Allgemeinen mit der Bezeichnung ‚vegan‘ noch überhaupt nichts anzufangen wusste) – von diesem so wichtigen Weg abgekehrt ist.

Mein persönlicher Wegbegleiter zum Veganismus wurde durch die Person des Dr. Friedrich Landa gekennzeichnet; ich war damals schon lange Jahre hindurch – wie ich es selbst bezeichnete – Vegetaner – also ein Mensch, der auf alle Tierprodukte verzichtete, aber noch Eier zu sich nahm, allerdings nur jene, die ausschließlich von mir bekannten Hühnern stammten, welche bis zu ihrem buchstäblichen Ableben auf dem Bauernhof bleiben durften. Milch trank ich noch, wenn auch in kleinen Mengen, und machte mir dafür wie so viele andere Menschen auch meine eigenen Ausreden warum das einfach nicht verwerflich sein konnte; sie stammte aus Biohaltung, oder noch schlimmer, „von Kühen, die ohne meinen Konsum wahrscheinlich gar nicht leben würden“… Denk ich heute über solche Argumente nach, überzieht sich mein Gesicht so viele Jahre später immer noch mit Schamesröte!

Besagter Dr. Landa sagte dann eines Tages zu mir: „Du denkst also dass Milchtrinken nicht ein Problem, einen Widerspruch, im Tierrecht darstellt? Dann komm bitte mit zu ‚unserem‘ Schlachthof (in Bergheim, Anm., der größte Rinderschlachthof Österreichs), an einem Tag, wo die Kälber verladen werden.“

Das tat ich dann auch, machte mit meiner Freundin nebenbei auch gleich ein ergreifendes Video, und habe von diesem Tag weg keinen Tropfen „Blutiges Weiß“ mehr angerührt.

Ich kann dieses ‚Erlebnis‘ nur jeder/m empfehlen, der/die den Gedanken zum Veganismus in sich trägt, aber Probleme hat, Milch loszulassen!

 

Wie war dein persönlicher Weg zum Aktivismus?

Tom:  Ganz ehrlich, ich denke zum Aktivisten wird man vielmehr geboren; es führt kein Weg dorthin, man trägt diesen Weg von Anfang an in sich, siehe die Aktion im 6. Lebensjahr. Aber natürlich ist Aktivismus vielschichtig – er muss nicht immer vor Ort geschehen, am Ort der Tat, wie zum Beispiel im Zuge einer Demo; politischer Aktivismus, Leserbriefschreiben, gegen Unrecht die Stimme erheben, in einem Geschäft die VerkäuferInnen darauf hinzuweisen, dass man hier nicht mehr einkauft wenn weiterhin zum Beispiel Pelz verkauft wird, all das sind gelichberechtigte Aspekte des Aktionismus, und wirklich jede/r kann – muss – seinen /ihren Teil dazu beitragen, dass diese Welt zu einem besseren Ort für unsere Kinder wird!

735029_577674498909589_1023473053_n(Foto: Respektiere)

 

Was ist RespekTiere?

Tom: RespekTiere ist das Lebenswerk von mir und Isabella, ein Synonym für den unbedingten Kampf für die Rechte der Tiere.

195001_211254328884943_617396_o(Foto: Respektiere)

 

Seit wann gibt es den Verein RespekTiere, seit wann bist du Mitglied/Obmann?

Tom: RespekTiere als Name gibt es schon seit den späten 80ern. Der Verein hätte aber um die Jahrtausendwende, damals mehr oder weniger als Beiwerk zum VGT agierend, aufgelöst werden sollen, mit einem Restbudget von weniger als 100 Euro, wo sich die Isa und ich entschlossen, allein des Namens wegen einen schlagkräftigen Verein daraus aufzubauen zu versuchen – was dann nur klappte durch harte Arbeit, gepaart mit dem Glück wunderbare Sponsoren von einer Idee zu überzeugen! So gesehen war die Geburtsstunde des modernen RespekTiere das Jahr 2001!

 

Wie ist euer Selbstverständnis, was sind die Zielsetzungen von RespektTiere?

Tom: Das lässt sich recht einfach und schnell beantworten: die Zielsetzung ist Rechte für Tiere in unserer Gesellschaft zu etablieren!

 

In welchen Bereichen ist RespekTiere tätig, lässt sich das kurz zusammenfassen?

Tom: In sämtlichen Bereichen welche mit Tierschutz/Tierrecht zu tun haben.

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Wie finanziert sich RespekTiere?

Tom: RespekTiere finanziert sich ausschließlich über die Spendenbereitschaft tierschutzaffiner Menschen. Ich glaube deshalb wir leben in einem der ehrlichsten Berufe (besser: Berufungen) der Welt – wir können nämlich nur so lange arbeiten, wie die Menschen unsere Arbeit schätzen. Tun sie es eines Tages nicht mehr, verrennen wir uns in einen Weg, der nicht nachvollziehbar ist, dann benötigt es keiner Kündigung, dann endet der Weg von selbst.

 

Tierschutz/Tierrechtsaktivismus ist zumeist eine hochideologische Sache. Ist, was du machst, deinem Selbstverständnis nach überhaupt „Arbeit“? Gibt es so was wie einen „typischen Arbeitstag“ für eine_n Tierschutz/Tierrechtsaktivisten/in und wenn ja, wie sieht der aus?

Tom: Wenn man von Berufung spricht, dann verliert das Wort ‚Arbeit‘ jede Bedeutung!

Ein typischer Alltag besteht im frühmorgendlichen Einschalten des Computers, und im letzten Check oft weit nach Mitternacht desselben!

Der Alltag einer Organisation wie RespekTiere besteht aus so vielen Aspekten, welche aufzuzählen den Rahmen sprengen würde; nur so viel: wir machen noch immer alles selbst, das heißt angefangen vom Flugblatt bis hin zur Homepage ist alles „made by RespekTiere“; ob es sich nun um das Sprayen von Transparenten handelt oder um die feine Klinge beim Gestalten einer Post-Aussendung, es gibt nichts, was wir Agenturen überlassen. Wenn uns deshalb auch manchmal die Arbeit übermannt, so stellen wir auf diesem Wege aber sicher, dass Tierschutzgelder letztendlich direkt dafür verwendet werden wofür sie die Menschen gegeben haben – für die Tiere, und nicht für einen aufgeblähten Verwaltungsapparat!

289447_282174471792928_688037760_o(Foto: Respektiere)

 

Gibt es Tierrechts- und/oder Tierschutzthemen, die dir ein spezielles Anliegen sind?

Tom: Ja – alle Themen, wo andere Lebewesen ausgebeutet oder auch nur benachteiligt werden.

 

Auf welche Kampagnen/Erfolge bist du besonders stolz?

Tom: Auf die Abschaffung des Lebendhummerverkaufes, welche ganz allein unserer Kampagnenarbeit zugrunde lag.

Auf die Schaffung eines Bärengeheges in Serbien, wo die beiden Tiere vorher auf einer Fläche von wenigen Quadratmetern in einem Gitterkäfig gehalten wurden.

Auf jede Demo, die wir veranstalten, wo bewusst wird, wie sehr wir als Gemeinschaft ‚bewegen‘ können.

Auf die Schließung des größten Schweinebauernhofes Oberösterreichs, welche erst einer jahrelangen Recherchearbeit – wie oft waren wir in jenem Hof? Wir bewegten uns im Inneren wie in unserem Wohnzimmer, so sehr kannten wir jeden Winkel… – möglich geworden war.

Die Schließung des letzten Hühner-KZ in der Aignerstraße in Salzburg, gemeinsam mit dem VGT.

Natürlich auf das wunderbare  Projekt Esel in Mauretanien.

Auf den Österreichischen Tierschutzpreis und den ‚Tierschutz-Nobelpreis‘ der Hans-Rön-Stiftung!

Schließung einer illegalen Hunde-Tötungsstation in Rumänien in Slatina, 2010!

Gründung von respekTIERE IN NOT, inkl. Menschenhilfe, zum Beispiel Salzburg’s 1. Tiertafel, Obdachlosenunterstützung, Hilfsfahrten…

Beendigung des ‚Hundedrehens‘ in Bulgarien, mit der Nennung von RespekTiere in einem offiziellen Schreiben des bulgarischen Präsidenten!

Überreichung des Stadtwappens von Breznik, Bulgarien, für unsere Kastrationsprojekte.

Beendigung des Käfigeier-Verkaufes für ein Frühstück bei Lutz!

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, sie soll nur zeigen dass wir auf vielen Gebieten tätig sind und dafür mit echten Erfolgen belohnt werden!

148548_178104808866562_1862339_n (Foto: Respektiere)

 

Welche Kampagnenziele haben sich bisher noch nicht umsetzen lassen?

Tom: Allen voran die Befreiung der sogenannten Futtertiere!

 

Gibt es Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Tierschutz/Tierrechtsvereinen, Initiativen und NGOs?

Tom: Wenn immer möglich!

 

Wie ist das Verhältnis zur (Salzburger) Politik? Gibt es hier Kooperationen?

Tom: Leider nur sehr wenig; Salzburgs Politik lebt nach wie vor am „Hohen Ross“ und behandelt den Tierschutz nur nebenbei.

 

Reformismus vs. Abolitionismus – Tierrechte vs. Tierschutz? Stellen diese Begriffe einen Widerspruch für dich dar? Ist es deiner Ansicht nach kontraproduktiv für Tierrechte, Tierschutzarbeit zu machen? Stichwort „Bigger Cages“ vs. „Empty Cages“?

Tom: Diese Frage lässt sich wahrscheinlich nicht mit einem generellen „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Die Antwort wird von Fall zu Fall verschieden sein. Zum Beispiel glaube ich nicht wirhätten in Österreich ein Hühnerbatterie-Verbot erreicht, hätten wir von Anfang an auf totalen Ei“verzicht“ plädiert und wären den – hoffentlich vorübergehenden – „Kompromiss“ Boden- oder Freilandhaltung nicht eingegangen. Die Zeichen der Zeit sind oft unsere größte Herausforderung, und wenn der Zeitgeist für gewisse Ideen oder Ideale noch nicht offen ist, dann kann man eine Umsetzung zum jeweiligen Zeitpunkt auch nicht erzwingen. Gleiches gilt übrigens auch für das Wildtierverbot in Zirkussen – zum Zeitpunkt der Umsetzung wäre es wohl ein hoffnungsloses Unterfangen gewesen ein generelles Verbot für das Mitführen von Tieren in Zirkussen zu verlangen; in Fakt hätte diese Forderung vielleicht sogar Gegenteiliges bewirkt, hätte wahrscheinlich als „weltfremd“ und übertrieben diffamiert selbst unter tierlieben Teilen in der Bevölkerung ein gewisses Grad an Unverständnis hervorgerufen. Heute sieht das schon etwas anders aus, und langsam können wir uns an eine solche Thematik herantasten.
Was ich damit sagen möchte: ab und dann muss man zu Gunsten eines übergeordneten Zieles leider wohl oder übel (vorläufige) Kompromisse eingehen, und dabei aber das große „Endziel“ nie aus den Augen verlieren.

 

Haben die theoretischen Werke prominenter Tierethiker_innen einen Einfluss oder eine Bedeutung für dein Selbstverständnis als vegetarisch/vegan lebender Mensch und/oder für deine Arbeit? Peter Singer:“Animal Liberation“, Tom Regan, Gary Francione usw.?

Tom:  Ich kenne natürlich die Werke genannter Persönlichkeiten und liebe sie zum Großteil auch; dennoch, Einfluss ist vielleicht ein zu weiter Begriff, Bedeutung bejahe ich selbstverständlich! Ich für mich versuche aber möglichst „jungfräulich“ in meinen Anschauungen zu bleiben, mein Bauchgefühl Entscheidungen treffen zu lassen. Letztendlich glaube ich braucht die Welt nicht unbedingt Nachahmer, aber auf jeden Fall ständige Erneuerung und verschiedenste Ansätze. Da ist jede/r gefragt, also an alle „da draußen“: bringt neue Ideen ein und lasst Euch nicht unterkriegen! Wir alle sind jeden Tag gefordert diesen Prozess voranzutreiben, den Prozess der Erneuerung, und in dieser Erneuerung müssen Rechte für die Tiere ohne jede Frage einen fixen Platz haben – ansonsten und ohne diese sind nämlich alle Versuche des zivilisatorischen und sozialen Fortschrittes der Rasse „Mensch“ von vornherein der Lächerlichkeit preisgegeben.

 

Stichwort „Speziesismus“. Hat dieser Begriff eine Bedeutung für dich und deine Arbeit? Wie definierst und/oder unterscheidest du die Begriffe „Tier“ und „Mensch“?

Tom: Also, die allerbeste Antwort wäre hier wohl: ich mach keinen Unterschied zwischen den Arten! Wie gerne könnte ich das vom ganzen Herzen sagen! Wie gerne würde ich diese Frage mit einem einfachen ‚ich bin kein Speziesist‘ beantworten…Ganz einfach weil ich denke, hat man erst eine solche Bewusstseinsstufe erreicht, dann besitzt man wirklich unfassbare innere Schönheit. Aber mit so einer Antwort würde ich mich zu etwas machen was ich leider (noch) nicht bin – zu einem Menschen frei von Speziesismus: die Wahrheit, wenn auch schmerzhaft, ist, leider bin ich wohl noch nicht so weit, bis hin zur ehrlichen Verwirklichung dieses Gedankengutes ist es für jedermann/frau ein unendlich langer Lernprozess. Viele behaupten zwar jene Einstellung längst völlig verinnerlicht zu haben, aber ist dem dann auch wirklich so? Ich versuche zum Beispiel selbstverständlich jede Fliege zu retten, welche hilflos hinter Fensterscheiben gefangen ist; dennoch nehme ich in Kauf auf Autofahrten dutzende, wahrscheinlich hunderte tote Insekten auf dem Blech des Wagens kleben zu haben. Würde ich auf selbiger Strecke wissen, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nur einen Hund tot zu fahren, ich würde nicht in den Wagen einsteigen. Jede Recherchefahrt, jede Hilfsfahrt, kostet hunderten, tausenden Insekten das Leben; trotzdem machen wir solche, und sind danach froh wieder zu Hause zu sein; die toten Wesen auf dem Blech tun uns zwar ziemlich leid, aber deswegen eine solche Fahrt abzubrechen oder auszusetzen? Käme kaum in Frage…
So lange das so ist, muss ich leider feststellen, es ist für mich noch ein langer Weg und ich muss mich wohl noch immer als „Speziesist“ bezeichnen. Aber ich arbeite an mir, und eines Tages – schau ma mal! 🙂

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Stichwort „Tierrechte“. Sollte es deiner Ansicht nach umfassende und allgemein gültige Rechte für alle „Tiere“ geben, oder schränkst du den Begriff auf bestimmte Gruppen nach bestimmten Merkmalen ein? Z.B. aufgrund der Leidensfähigkeit, oder beschränkt auf Wirbeltiere und dergl.?

Tom: Wie ich vorhin schon erwähnt hatte, auch hier steht der Zeitgeist zwischen uns und dem Optimalen. Aber jeder Zeitgeist ist einer steten Veränderung unterworfen, und nimm mich beim Wort, es wird der Tag kommen, wo allen Tieren umfassende Rechte zugestanden werden müssen, völlig egal welcher Gattung sie auch immer angehören; spätestens dann, wenn „Mensch“ seine Erfüllung erreicht und zum Hüter des Lebens wird, eine Rolle, die uns viel besser behagen würde als die jetzige, wo wir bloß die größte Gefahr für den Planten verkörpern

 

Wenn jemand im Tierschutz oder als Tierrechtsaktivist_in aktiv werden möchte, was würdest du als erste Schritte empfehlen? Spenden? An Infoständen, Demos, Aktionen teilnehmen? Informationsveranstaltungen besuchen, sich mit anderen Tierschützer_innen/Aktivist_innen vernetzen? Besondere Ratschläge/Empfehlungen?

Tom: Ich würde sagen: alles genannte in einem! Und aktiv zu werden ist soooo einfach – es fängt im eigenen Haushalt an, zum Beispiel beim einfangen und Freisetzen von Fliegen hinter Glasscheiben; habt Ihr Wasserbecken zu Hause, Regentonnen? Helft Insekten raus, wenn diese dort um ihr Leben schwimmen! Lasst keine Gläser oder Getränkedosen mit Flüssigkeit stehen, aus selben Grund. Fahrt mit dem Auto vorsichtig, schaut nicht weg wenn ein Lebewesen in Bedrängnis ist! Erhebt Eure Stimme, wenn die Sache eines stimmlosen Wesens nach Gehört werden verlangt!
Kommt zu unseren Demos!

 

Danke für das Gespräch!

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Verein RespekTiere
Gitzenweg 3 A-5101 Bergheim/Salzburg
Eingetragener Verein seit 1982
Obmann: Thomas Putzgruber
Obmann-Stv.: Isabella Mayrpeter
Kassier Engelbert Puttinger
Kontakt: Email: info@respektiere.at
Tel: 0043 676 7840841
www.respektiere.at

+++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++

Morgen, 09.11. findet eine Mahnwache gegen die Tötung der Straßenhunde in Rumänien und Bosnien in der Fußgängerzone Freilassing statt!

Datum: Samstag, 09.11.2013
Zeit:  09.30-12.00
Ort: Fußgängerzone Freilassing (beim Grünmarkt).
Veranstalter: RespekTiere International.

Hintergrundinfos:

http://www.helpinganimalsromania.de/

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/berichte-und-interviews/moma-Reporter-Strassenhunde-Bukarest-100.html

http://www.ardmediathek.de/das-erste/morgenmagazin/moma-reporter-strassenhunde-in-bukarest?documentId=17967968