Herkunft, Tierart und Gewinnung müssen ab sofort genau deklariert werden – Vier Pfoten fordert auch bessere Informationen für Österreich

Der Schweizer Bundesrat hat eine Verordnung über die Deklaration von Pelzen und Pelzprodukten verabschiedet, die am 1. März 2013 in Kraft tritt. Konsumenten bekommen dadurch nun genaue Angaben über Tierart, Herkunft des Fells und Gewinnungsart.

In Österreich und Großbritannien sind Pelzfarmen bereits verboten. Der Verkauf von Pelzprodukten ist aber nach wie vor erlaubt. Die EU-Textilverordnung Nr. 1007/2011 setzt lediglich fest, dass Modeartikel mit Echtpelz den Hinweis „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ enthalten müssen. Damit können Verbraucher aber nur erkennen, dass es sich um Echtpelz handelt. Wichtige Produktmerkmale bleiben jedoch weiter im Dunkeln. […]

Quelle: http://derstandard.at/1353208808470/Schweiz-fuehrt-genaue-Kennzeichnungspflicht-fuer-Pelz-ein

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„Kosmetik ohne Tierversuche: Das hätte ab März EU-weit gelten sollen. Nun will die Kommission die Umsetzung zu Gunsten der Wirtschaft zu verzögern

Mit März 2013 sollte eigentlich die „Kosmetikrichtlinie“ in Kraft treten. Dadurch würde ein EU-weites Verbot für den Import von Inhaltsstoffen für Kosmetik, die an Tieren getestet wurden, sichergestellt. Die Europäische Kommission erwägt nun jedoch Ausnahmen. Das Argument: Es gebe noch nicht genügend alternative Methoden. „Das ist inakzeptabel“, kritisiert EU-Parlamentarier Jörg Leichtfried im Gespräch mit derStandard.at. Die Unternehmen hätten sich eben besser auf die Umstellung vorbereiten müssen – auch wenn sie dafür mehr Geld ausgeben müssen.“

Quelle: http://derstandard.at/1353208256606/Tierversuchsverbot-fuer-Kosmetika-wackelt-gehoerig

 

„Schuss“ auf Tierschützer: Strafverfahren gegen Staatsanwalt eingestellt

Wiener Neustadt/Wien – Die „Schießgeste“ eines Wiener Neustädter Staatsanwalts gegen Tierschützer, die vor dem Landesgericht Wiener Neustadt ihren Freispruch im Tierschützer-Prozess feierten, hat für den Betreffenden kein gerichtliches Nachspiel. Das entsprechende Strafverfahren der Wiener Anklagebehörde wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung wurde mangels objektiven Tatbestands eingestellt, geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Justizministerin Beatrix Karl hervor. Das Disziplinarverfahren gegen den Mann beim Oberlandesgericht Graz als Disziplinargericht für Richter und Staatsanwälte läuft allerdings noch.

Der Fall wurde Ende August publik. Bei Recherchen für eine ORF-Sendung entdeckte eine Redakteurin auf dem Archivmaterial von der „Siegesfeier“ nach dem Freispruch Anfang Mai 2011 einen Staatsanwalt, der vom Fenster aus mit gestrecktem Zeigefinger und nach oben gerichtetem Daumen eine Pistole nachahmte und auf die Menschenmenge vor dem Gebäude „zielte“. Der Ankläger wurde daraufhin Anfang September einvernommen und seines Amtes als stellvertretender Mediensprecher enthoben, so die Justizministerin. (APA, 3.12.2012)

Quelle: http://derstandard.at/1353208040797/Schiessgeste-auf-Tierschuetzer-Strafverfahren-gegen-Staatsanwalt-eingestellt