Barquiz im ARGE-Beisl

September 28, 2012

+++ Achtung +++ Achtung +++

Morgen, 29.09. ab 20.00 ist wieder Barquiz im Arge-Beisl!

Wir haben wieder einen Tierrechts-Tisch reserviert und sind mehr als hot, den Jackpot zu knacken 😎

Kommt vorbei und unterstützt uns. Im EXTREM WAHRSCHEINLICHEN Fall, dass wir gewinnen, spenden wir das Geld für Tierrechte.

+++ Achtung +++ Achtung +++

Ein Tipp für vegan/vegetarisch lebende Menschen:

Jeden Donnerstag gibt es vegetarisch/vegane Volxküche im MARK.freizeit.kultur von wechselnden Köch_innen für 2,50!

Unbedingt vorbeischauen, superlecker Essen! 😎

(Bildquelle und Link: http://www.marksalzburg.at/projekte/volxkueche/)

+++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++

Heute, Donnerstag | 20.09.12 | 21:15 Uhr, Servus TV: Talk im Hangar-7
Thema: Kein Herz für Tiere – Dürfen wir töten, um zu leben?

Salzburg hilft Tieren samt Freund_innen war als Fachpublikum vor Ort. War eine sehr interessante Diskussion. Nicht verpassen!

„Mensch und Tier: Wir schlachten und schützen, lieben und quälen sie – auch zu Forschungszwecken. Aber dürfen wir töten, um besser zu leben?

Wir lieben sie – trotzdem lassen wir Tiere leiden, damit wir besser leben können. Die EU will dieses Leiden nun mit einem neuen Tierversuchsgesetz reduzieren, Österreich muss dieses Gesetz bis Mitte November 2012 erlassen. Ein Großteil der Bevölkerung ist gegen Tierversuche, aber gleichzeitig sind viele Menschen auf Medikamente angewiesen, für deren Entwicklung Tiere gelitten haben.

Laut einer aktuellen IFES-Studie sprechen sich rund 85 Prozent der Österreicher für ein Verbot von Tierversuchen aus, sofern sie keinen ausreichenden Nutzen für den Menschen bieten. Doch wo liegt diese Grenze? Dass Medikamente, die an Tieren getestet worden sind, Leben retten können, steht außer Frage. Sind sich die Versuchsgegner dessen bewusst? Wo wäre die Medizin heute, wenn es Tierversuche niemals gegeben hätte, und was würde ein solches Verbot für den medizinischen Fortschritt bedeuten? Wann haben wir das Recht, ein Tier für unseren Nutzen zu töten, und wann nicht? In Deutschland und der Schweiz hat der Tierschutz bereits Verfassungsrang, und auch in Österreich sprechen sich knapp drei Viertel der Befragten dafür aus.

Die Diskussion rund um Tierversuche ist also hoch philosophisch. Wer bestimmt das Recht der Tiere? Ist jeder, der ein Medikament einnimmt, für das ein Tier sterben musste, indirekt ein Mörder? Aus religiöser Sicht sind wir Menschen die Krone der Schöpfung – müssen wir diese Geschöpfe dann nicht schützen, anstatt sie zu töten? Wer bestimmt den Wert eines Lebewesens, und ist ein Schimpanse lebenswerter als eine Fruchtfliege? Fest steht, dass der Mensch das Tier zum Leben braucht – ob als Lieferant von Lebensmitteln, zum Schutz oder eben für die Forschung. Eine Abhängigkeit, die sehr einseitig erscheint, und daher viele moralische Fragen aufwirft.

Nicht nur der aktuelle Talk im Hangar-7 beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Mensch und Tier, sondern auch das renommierte Symposium Philosophicum Lech – einige seiner Teilnehmer sind bei Hans Martin Paar in der Sendung zu Gast.

Gäste:
Kurt Kotrschal – der Verhaltensbiologe und Experte für die Beziehung zwischen Mensch und Tier fordert: Tiere sollten ein tiergerechtes Leben führen dürfen.

Martin Balluch – der Tierethiker und Tierrechts-Aktivist ist überzeugt: Wir haben ethisch gesehen nicht das Recht, Tierversuche durchzuführen.

Karen Duve – die Bestseller-Autorin, die den Menschen zu den Tieren zählt, warnt: Wir halten uns für das interessanteste Tier, aber das ist zu kurz gedacht.

Weihbischof Andreas Laun – der Moraltheologe meint: Wir sind den Tieren überlegen, weil wir einen Geist, eine Seele und ein Bewusstsein haben.

Richard Greil – der weltweit anerkannte Krebsforscher stellt fest: Tiermodelle sind in der medizinischen Forschung von enormer Bedeutung.

Moderation: Hans Martin Paar

Buchtipps zur Sendung:

Kurt Kotrschal: „Wolf, Hund, Mensch – Die Geschichte einer Jahrtausende alten Beziehung“
Brandstätter Verlag, Wien 2012
ISBN 978-3-85033-675-8 – Preis: 22,50 Euro

Karen Duve: „Anständig Essen – Ein Selbstversuch“
Galiani Verlag, Berlin 2010
ISBN 978-3-86971-028-0 – Preis: 19,99 Euro

Hal Herzog: „Wir streicheln und wir essen sie – Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren“
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 978-3-446-42922-2 – Preis: 20,50 Euro“

(Quelle: http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Talk-im-Hangar-7-011259446334741)

„Bis zu 19 Stunden am Arbeitsplatz, unklare Abrechnungen, kaum noch Privatleben – frühere Mitarbeiter des Alpenrind-Schlachthofs in Bergheim (Flachgau) erheben schwere Vorwürfe. Auch die Gewerkschaft ist misstrauisch.

100 Millionen Umsatz pro Jahr macht die Alpenrind im Schlachthof Bergheim. Sie ist ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden Lebensmittel-Konzerns OSI. Von den 200 Mitarbeitern in Bergheim ist aber der größte Teil über zwischengeschaltete Vertragsfirmen beschäftigt – hauptsächlich arbeiten dort Ungarn.

Davor war eine bayerischen Leiharbeitsfirma Auftragnehmer der Alpenrind – bei ihr waren Michael Nöbauer und Karl Matlaschek angestellt. Das Leiharbeits-Unternehmen steckt zurzeit in einem Konkursverfahren, weswegen die beiden Ex-Mitarbeiter bei der Gewerkschaft Hilfe suchten.

„Nie gewusst, wann du anfängst oder heimgehst“

Die Arbeitstage im Schlachthof waren extrem lang und vor allem unberechenbar, schildert Nöbauer: „Um 5.00 Uhr früh ist es angegangen – Abvierteln am Fleischmarkt. Maximal haben sie dort vielleicht zweieinhalb Stunden gearbeitet. Dann ist es 7.30 Uhr. Dann gehst du eine halbe Stunde Frühstück. Um 9.00 Uhr ist es dann zum Schlachten angegangen – und an dem Tag haben wir dann bis 24.00 Uhr gearbeitet – 19 Stunden. An diesem Tag haben wir 491 Tiere gehabt. Du hast nie gewusst, wann du in der Früh anfängst und wann du heimgehst.“

Überstunden seien keine bezahlt worden, ergänzt Karl Matlaschek: „Wir sind pro Stück Vieh bezahlt worden.“

„Kein Privatleben mehr“

„Du hast da kein Privatleben mehr“, ergänzt Nöbauer. „Es hat Tage gegeben, da bist du heimgefahren, hast fünf Stunden geschlafen und bist wieder hinausgefahren. Da kannst du deine Leistung nicht mehr bringen. Denn irgendwann wirst du einmal ein bisschen langsamer und K.O.“

„Am Samstag bist du froh, wenn du einmal schlafen kannst“, schildert Matlaschek. „Aber du wirst automatisch um 3.00 Uhr früh munter.“

Gewerkschaft: „Schauen uns Unternehmungen an“

Diese Praktiken seien nicht zulässig, betont Siegfried Schluckner, Landessekretär der Gewerkschaft PRO-GE: „Das ist nicht rechtskonform. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Daher sind wir als Gewerkschaft stark dahinter, dass wir all diese Unternehmungen anschauen. Die Alpenrind ist das Grundunternehmen, das meines Erachtens die Verantwortung für die Arbeitszeit hat, die dort herrscht – es ist ganz gleich, ob das die eigenen Beschäftigten sind oder Sub-Beschäftige. Die müssen sich nach den arbeitsrechtlichen Bedingungen hier in Österreich richten.“

Alpenrind verspricht, Standards einzuhalten

Die Alpenrind erklärt hingegen, dass die Verantwortung beim bayerischen Werkvertragsnehmer gelegen sei. Die Einhaltung der sozialen Standards auch bei den Dienstleistern werde immer wieder sorgfältig überprüft. Der Konzern erklärte sich gegenüber der Gewerkschaft auch bereit, die Ansprüche der früheren Mitarbeiter aus dem Konkurs vorzufinanzieren.

Zudem versichert die Alpenrind, nur noch Subunternehmen zu beauftragen, die das österreichische Arbeitsrecht einhalten.

Gewerkschaft skeptisch: „Bisher ist es nicht so“

Doch Gewerkschafter Schluckner ist gegenüber solchen Versprechen skeptisch: „Momentan haben sie mir das noch nicht beweisen können. Und ich weiß, dass sie das gesagt haben, aber ich habe bisher festgestellt, dass das nicht so ist. Und ich erwarte nur, dass sie den Beweis antreten, dass die Leute tatsächlich nur nach österreichischem Arbeits- und Sozialrecht beschäftigt werden.“

Den Rest der Aufträge haben nun ungarische Unternehmen übernommen. Sie werden wohl zum Testfall werden.“

(Quelle: http://salzburg.orf.at/news/stories/2550436/)

 

 

 

 

 

Donnerstag, 20. September 2012 | 20:30 | Eintritt frei!

MARK.freizeit.kultur
Hannakstraße 17
A-5023 Salzburg

Chris Moser liest aus seinem Buch “Die Kunst Widerstand zu leisten. Wie mit § 278a und im Tierschutzprozess Freiheit untergraben und Kunst zum Verbrechen wurde.”

 

ÜBER DAS BUCH
„Aufmachen Polizei!“
Mit diesen Worten Endete das bisherige Leben des politisch aktiven Künstlers Chris Moser, seiner Frau und deren drei Kindern abrupt in den Morgenstunden des 21. Mai 2008. Chris Moser wurde als politischer Künstler und Aktivist für drei Monate gefangen gehalten – in Österreich! In Form von Bildern aus der Gefangenschaft, anhand von über 200 Seiten Gefängnistagebuch und in der künstlerischen Auseinandersetzung während des Prozesses und danach beleuchtet er diesen „größten Justizskandal der zweiten Republik“ (Zitat, SPÖ Justizsprecher Jarolim) aus seiner persönlichen Sicht, der Perspektive des Querdenkers, Künstlers und Familienvaters und stets untermauert mit Fakten aus dem mehr als 200.000 starken Ermittlungsakt.
Wie wurde Chris Moser angeblich zu „einem der Hauptakteure der militanten Tierrechtsszene in Österreich“ (Zitat Polizeibericht vom 21. Mai 2008)? Wie erlebt ein sensibler und politisch denkender Künstler und Familienvater den Gefängnisalltag? Wie überlebt eine fünfköpfige Familie drei Monate Gefangenschaft und 14 Monate Prozess?
Ein Buch über Kunst, Widerstand, Repression und Solidarität!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links

http://www.marksalzburg.at/2012/09/20/buchprasentation-chris-moser/

http://www.radikalkunst.net/

http://www.amazon.de/Die-Kunst-Widerstand-leisten-Tatsachenbericht/dp/3900009910

http://www.marksalzburg.at/