Ohne Worte:

„Weil er mit einer Geste einen Schuss auf Tierschützer andeutete, hat ein Staatsanwalt aus Wiener Neustadt nun großen Ärger. Der Beweis für die Entgleisung wird in der ORF-Sendung „Am Schauplatz“ ausgestrahlt

[…]

Ein an sich unbeteiligter Staatsanwalt aus Wiener Neustadt beobachtete von einem Fenster des Landesgerichts aus das bunte Treiben vor dem Gebäude – und deutete mit ausgestrecktem Zeigefinger und nach oben gerichtetem Daumen einen Schuss Richtung Menschenmenge an. Sein Pech: Er wurde dabei von einer ORF-Kamera gefilmt, wie ein Beitrag in der Sendung Am Schauplatz am Freitagabend (Beginn: 21.05 Uhr) zeigt. Der Fauxpas hat jetzt Folgen

Strafrechtliche Konsequenzen möglich

„Ein derartiges Verhalten, so es sich tatsächlich so zugetragen hat, ist inakzeptabel“, sagt Ilse-Maria Vrabl-Sanda von der Oberstaatsanwaltschaft Wien auf Anfrage des Standard und kündigt eine Überprüfung des Sachverhaltes an. Denkbar seien nicht nur dienstrechtliche, sondern möglicherweise auch strafrechtliche Konsequenzen, etwa wegen gefährlicher Drohung.

[…]

Aufgeheizte Stimmung beim Prozess

Der Vorfall belegt jedenfalls, wie aufgeheizt die allgemeine Stimmung am Landesgericht Wiener Neustadt damals war. Wie berichtet, stand der Prozess mehrmals auf der Kippe, einerseits weil die Tierschützer rund um Martin Balluch, den Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VgT), alles andere als die Rolle der demütigen Angeklagten spielten und teilweise mit Grundsatzreden den Rahmen sprengten; andererseits weil die Richterin erst im Zuge der Verhandlung auf fragwürdige Ermittlungsmethoden der Polizei stieß (wie etwa die eingeschleuste Informantin mit dem Aliasnamen Danielle Durand).

[…]

Verfahren läuft noch

Das Verfahren ist trotz der Freisprüche noch nicht beendet. Die 13 Tierschützer habe es zwar rechtskräftig schwarz auf weiß, dass sie keine kriminelle Organisation waren, doch gegen Freisprüche bei Einzeldelikten hat die Staatsanwaltschaft berufen.

Konkret geht es um schwere Nötigung, schwere Sachbeschädigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Tierquälerei. Über die Berufung muss das Oberlandesgericht entscheiden. Dieses kann die beeinspruchten Punkte des Ersturteils bestätigen oder aufheben und dann entweder selbst eine Entscheidung treffen oder das Verfahren an die erste Instanz zurückverweisen.“

http://derstandard.at/1345165705628/Staatsanwalt-stolpert-ueber-Tierschuetzer

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Hitzefrei für Fiakerpferde

August 24, 2012

Auch für Salzburg relevant:

 

„Tierschützer fordern hitzefrei für Pferde

Bei den aktuellen Temperaturen steigt die Gefahr von Dehydrierung und Erschöpfung

Wien – Angesichts der derzeit herrschenden Hitze fordert die Tierschutzorganisation Vier Pfoten Hitzeferien für Fiakerpferde in Österreichs Städten. „Die Tiere müssen größtenteils in der prallen Sonne stehen oder sich bewegen, daher ist ihr Einsatz als Touristenattraktion schlicht Tierquälerei“, sagt Geschäftsführer Helmut Dungler.“

(http://derstandard.at/1345164859338/Tierschuetzer-fordern-hitzefrei-fuer-Fiakerpferde)

 

 

Wilhelm Busch Zitat

August 22, 2012

Schon Wilhelm Busch (1832 – 1908) wusste, dass der speziesistische Mensch-Tier-Dualismus nicht ganz hinhaut:

 

Jahre menschlicher Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.

(Quelle)

 

 

Mehlspeisen-Tipp!

August 15, 2012

Hiermit sei es offiziell: Der vegane Cranberry-Stollen der Bäckerei Ströck in 1220 Wien schmeckt GENIAL!

Eine Stunde nach Bestellung abzuholen. Unbedingt probieren, und zwar wirklich unbedingt! 😎

„Die VEGANE Mehlspeise für bewusste Genießer! Das angenehm süße und flaumige Gebäck besticht durch die Zugabe von Cranberries und bietet ei- und lactosefreien Genuss. Cranberries – die amerikanischen Verwandten der europäischen Preiselbeere – zählen zu den Früchten mit dem höchsten Gehalt an Antioxidantien.

Zutaten: Weizenmehl, Cranberries (14%), Wasser, Sojamilch, pflanzliches Fett, Zucker, Hefe, jodiertes Salz, Weizenmalzmehl, Gerstenmalzmehl, Sojalecithin, Zitronenaroma, Bestreuung: Mandelsplitter und Hagelzucker.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle)

Bäckerei Ströck

Bäckerei Ströck – Sämtliche Filialen 


(Bildquelle)

Reportage über die Versuchstiere der Universität Salzburg:

„Die Versuchstiere sind in der zentralen Tierhaltung im Erdgeschoß der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg untergebracht. Bis auf die Aufenthaltsräume der Mitarbeiter ist die Anlage fensterlos. Es sind Inzuchtmäuse, die genetisch ident sind – weil sie dadurch immungeschwächt sind, werden sie schneller krank, der Bereich muss daher steril gehalten werden. Diese Immunschwäche ist wichtig für die biomedizinische Forschung, wenn es beispielsweise um die Rolle der Abwehrkräfte bei Krebserkrankungen geht. Gesunde Mäuse werden stückweise aus Zuchthäusern in Deutschland oder Frankreich bestellt, gentechnisch veränderte meist aus den USA importiert.

[…]

Hinter der zweiten Schleuse reihen sich Käfige aneinander, sie sind jeweils 100 Quadratzentimeter groß: das höchste Mindestmaß, das vom Tierhaltergesetz vorgeschrieben ist. Der Boden der Käfige ist mit Sägespänen bestreut, auf einer Anhöhe befinden sich steriles Futter und Wasser, damit sie sich nicht mit den Körperausscheidungen der Mäuse vermischen können. Gerade bemüht sich eine Albino-Maus, an die großen Futterstücke zu gelangen. Das ist absichtlich keine leichte Aufgabe, sondern eine Art Beschäftigungstherapie, die auch zu den Aufgaben der zentralen Tierhaltung gehört. Um die 20 Grad hat es hier, Morgen- und Abenddämmerung sowie Tag und Nacht werden mit den Lichtern simuliert.

[…]

Die Käfige, die vielmehr an durchsichtige Aufbewahrungsboxen erinnern, sind an ein Lüftungssystem angeschlossen, das eine sterile Sauerstoffversorgung garantiert. Das Scharren und Rascheln der Mäuse wird durch das leise Summen der Lüftungsanlage begleitet. Sie sind fünf bis sieben Zentimeter groß, weiß, braun oder auch dunkelbraun. Es sind gentechnisch veränderte Tiere, frisch aus den USA importiert. Jeweils ein Männchen und ein Weibchen, das denselben Gendefekt trägt. Da nämlich eine solche Maus um die 200 Euro kostet, wird hier gezüchtet. Nachwuchs gibt es viel – in einem Käfig etwa hat ein braunes Weibchen mit Papierschnitzeln ein Nest gebaut, in dem sieben kleine Fellknäuel zusammenliegen. Sobald der Nachwuchs groß genug ist, wird er von der Mutter getrennt, die Mutter wird im Labor auf ihre Gesundheit untersucht – und dabei getötet.

„Nur so können wir überprüfen, ob die importierte Maus – und dadurch auch ihr Nachwuchs – tatsächlich gesund ist, eine Grundvoraussetzung, damit die Forschung korrekte Ergebnisse liefert“, erklärt der Molekularbiologe. Der Nachwuchs bleibt am Leben, solange er in der Tierhaltung wohnt – Mäuse, die ins Labor übersiedeln, werden dort getötet und die Organe untersucht. Die „finale Termination“, also die Tötung der Maus durch einen Genickbruch, ist jener Moment, der den Erfolg oder Misserfolg in der Forschung einläutet. Genau das ist Thomas Putzgruber, Obmann des Tierschutzvereins „RespekTiere“ ein Dorn im Auge: „Letztlich überlebt kein einziges Versuchstier, sie sterben alle für die Wissenschaft“, kritisiert er.

[…]

Und wie geht es dem Leiter der Tierhaltung dabei, wenn er die Versuchmäuse betrachtet? Es ist kurz still, nachdenklich versucht der Wissenschaftler, seine Gefühle in Worte zu verpacken. Ein Dilemma sei es, das jeder Forscher mit sich selbst austrage. „Emotional hat man schon das Gefühl, dass man das Tier missbraucht, und es ist die Frage ob man es mit der Wissenschaft rechtfertigen kann. Wenn man Tierversuche macht, lebt man in einem Zustand von nichtauflösbarer emotionaler Dissonanz“, beschreibt er schließlich seine Empfindungen. „Am Anfang war es doch sehr schwierig, die Tiere zu töten und die Organe zu entnehmen“, sagt Immunologin Angelika Stöcklinger. Beinahe hätte sie die Arbeitsgruppe gewechselt. Gewöhnen müsse man sich auch daran, schief angeschaut zu werden, wenn sie erzählt, dass sie Mausversuche durchführt. „Gefragt wird dabei aber nicht, warum ich das mache“, sagt sie. Stöcklinger forscht derzeit an DNA-Impfstoffe. Tierversuche mit Ratten verweigere sie: „Die sind hoch intelligent, fürchten sich und schauen dich direkt an, Mäuse machen das nicht“, erzählt sie.

[…]

Einen Durchbruch bei der Erforschung von Alternativmethoden [zu Tierversuchen]  gab es vor einem knappen Jahr, als das Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen (zet) in Linz eine künstliche Haut hergestellt hat. Allerdings: „Es wird sicher noch dauern, bis wir völlig auf Tierversuche in der Forschung verzichten können, da können wir uns auch darüber unterhalten, ob wir eines Tages Beamen können“, sagt Hammerl. Das Experimentieren mit Zellkulturen sei zwar möglich, sie zeigen allerdings nur einzelne Reaktionen und klammern die Interaktion zwischen den Organen völlig aus. „Wenn zum Beispiel Impfstoffe getestet werden müssen, dann braucht man ein Modellorganismus wie die Maus“, erklärt Stöcklinger.

(Quelle)

Links

http://derstandard.at/1343744038936/Versuchstiere-fuer-die-Forschung

http://de.wikipedia.org/wiki/Tierversuch

Tierversuche Pro/Contra

http://www.peta.de/web/alternativen_fuer.530.html

http://respektiere.at/

http://www.vgt.at/projekte/tierversuche/fakten.php